Category: Welt Zeitung


Hallo Sport-Redaktion,

ich verfolge seit gestern die Pressemeldungen zum Thema Geisterspiel St Pauli aufmerksam und es wird so gut wie gar nicht auf die Aktionen der St-Pauli-Fans eingegangen, was ich sehr schade finde. Wie sie auf der Facebookseite vom DFB sehen können (http://www.facebook.com/dfb.de) hagelt es massenweise Proteste gegen das Urteil, auch andere Aktionen sind angelaufen, so haben viele Fans einen Geist als Protest in ihr Profilbild gemacht. Ausserdem laufen zahlreiche Aufrufe, trotzdem zum Stadion zu kommen und die Mannschaften anzufeuern, sowohl von Bremen als auch von St Pauli
(http://www.facebook.com/home.php?sk=group_176104139077710&id=203496293005161&notif_t=like)
Wir würden es sehr begrüssen, wenn darauf auch eingegangen wir
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Schau an, schau an. Herr Broder schreibt jetzt auch für die Welt. Und wartet direkt mit einer Kritik am BildBlog auf. Er lässt meiner Meinung nach kein gutes Haar an Herrn Niggermeier, Mitherausgeber des Blogs, aber ernstzunehmend ist diese Kritik wohl weniger, denn die Welt gehört bekanntlich ebenso wie die Bild-Zeitung zur Springerpresse. Es hätte mich sehr überrascht, wenn der Bericht positiv ausgefallen wäre, aber damit schiessen die Herren von Springer sich wohl eher ein Eigentor, den auch negative Publicity ist Publicity.

Ich persönlich bin regelmässiger Leser von Herrn Niggermeier und kann diese Seite nur weiterempfehlen. Ich denke, dass sich Herr Niggermeier auch noch selbst zu dem Bericht äussern wird.

Hier nochmal der Link zum Bildblog.

Update:

Weitere Reaktionen auf den Artikel (via technorati)

Wenn sich Publizisten streiten von PatJe.de

Wenn Kritiker ihre Kritiker kritisieren von Jörg Friedrich

Generation Doof auf „Mein Parteibuch“ 

Also ich muss sagen, das Satire-Ressort der WELT-Zeitung finde ich wunderbar. Aus aktuellem Anlass, mit freundlicher Genehmigung von und via Welt Online:

Rückrufaktion

Bevor ich jetzt etwas dazu schreibe, eine kleine Klarstellung von mir. Ich selber stamme gebürtig aus einer Kleinstadt namens Torgau in Sachsen, bin absolut gegen Nazis und habe dort selber das eine oder andere mal mit Rechten zu tun gehabt. Gesamteindruck: Hirnlose, besoffene, feige Mitläufer, die Langeweile haben.

Vor diesem Hintergrund habe ich dann den Artikel in der Welt gelesen.

50 besoffene Jugendliche haben dort in Mügeln / Sachsen 8 Inder gejagt und verprügelt, nach einem Altstadtfest, vor den Augen von genausovielen Schaulustigen.

Auch wenn die zuständige Polizeidirektion in alle Richtungen ermittelt, ist mir absolut klar, dass das natürlich einen rechtsradikalen Hintergrund hat. Was sonst? Da brauch ich nur Eins und Eins zusammenzählen. Ein Altstadtfest (was sich wahrscheinlich sowieso nur ein Festzelt mit Saufgelage war, meiner Erfahrung nach), Jugendliche mit Langeweile und ein paar Inder. Klarer Fall: Besoffene Neonazis.

Hirnlos trifft auch zu: Ersten muss man schon hirnlos sein, um sich überhaupt die Rübe dicht zu saufen und zweitens dann auch noch vor Zeugen (!) mit 50 Mann die armen Inder zu verhauen.

Feige trifft ebenfalls zu: Ich meine, 50 gegen 8, hallo?

Mitläufer trifft wahrscheinlich ebenfalls zu. Ich glaube nicht, dass alle 50 gemeinsam aufgestanden sind. Und Langeweile hatten die sowieso.

Zum Glück sind diese Sachsen nur eine Minderheit im schönen Freistaat.

Wie die Welt berichtet, hab die Manager der 30 grössten DAX-Unternehmen im Jahr 2006 durchschnittlich 60% mehr Gehalt bekommen als im Jahr davor.

Ich will da jetzt nicht auf jedes einzelne Unternehmen eingehen, sondern nur mal 2 oder 3 davon rauspicken.

Da haben wir an allererster Stelle den allseits bekannten Herrn Ackermann, der Chef der Deutschen Bank AG, der 11 Prozent mehr Gehalt bekam als im Jahr 2005. War da seinerzeit nicht was mit grossflächigem Stellenabbau in den Schlagzeilen?

Dann gibt es da den Dieter Zetsche, Chef von Daimler-Chrysler, der 2006 7,15 Millionen Euro verdient hat, auch wenn das Gehalt gekürzt wurde. Trotzdem wurden 2005 viele Mitarbeiter entlassen.

Und zu guter Letzt gibt es noch Allianz-Chef Michael Diekmann, der 2006 rund 5,3 Millionen Euro verdient hat, 5% mehr als im Jahr zuvor. Und trotz Milliardengewinne sollen in Hamburg viele Stellen abgebaut werden.

Hier stinkts.

Update: Hier gibts die Studie zum Nachlesen. (via Nachdenkseiten, Punkt 5) Dort wird nicht Herr Ackermann an erster Stelle aufgeführt, sondern der Chef der RWE-AG. Aber ich glaube, das ist nicht widersprüchlig, da die WELT laut eigener Aussage die Gehälter berechnet hat, da man wohl 2005 und 2006 nicht direkt miteinander vergleichen kann.