Angela Merkel betreibt Schadensbegrenzung, die SPD eiert rum, die FDP verschwindet in der Versenkung und die NPD scheitert nur knapp an der 5%-Hürde.

Von einem Regierungsauftrag für die CDU kann gewiss keine Rede sein, wenn man sich die Verluste anschaut. Das Ergebnis spricht doch ganz klar für eine Rot-Rote Regierung, vor allem da sich die Wahlprogramme ja in vielen Punkten ähneln. Wozu also noch mit der CDU verhandeln? Spätestens bei der Hartz-IV-Mauschelei hat sich doch gezeigt, dass eine grosse Koalition nur faule Kompromisse einfährt.

Immerhin ist die FDP ganz klar ausgebremst worden, allerdings gibt mir das Ergebnis der NPD durchaus Anlass zur Sorge. Mit einer grösseren Wahlbeteiligung wäre das gar nicht so hoch ausgefallen. Die Politikverdrossenheit hierzulande ist einerseits kein Wunder, wenn sogar bei friedlichen Demonstrationen schon die Menschen mit Polizeigewalt rechnen müssen. Andererseits ist es für mich auch unverständlich, immerhin dauert es in der Regel gar nicht so lange, das Wahllokal aufzusuchen und seine Meinung per Kreuz auszudrücken. Selbst hier in Hamburg hat das mit dem neuen Wahlgesetz für mich keine 10 Minuten gedauert.

Anstatt sich an den Prozenten zu berauschen, sollten die Parteien mal lieber über die Wahlbeteiligung nachdenken und selbstkritischer sein, das gilt auch für die verschiedenen Pressemedien. Wie Bundestagspräsident Horst Lammert sagte (via nachdenkseiten ): 

“Sie simulieren nur politische Debatten”

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