Man möge mich korrigieren, aber gibt es nicht immer wieder Zwischenfälle, wo auf einmal sensible Personendaten von Behörden im Internet frei zugänglich auftauchen?

Nun habe ich gerade eben im Abendblatt gelesen, dass die Standesämter in Hamburg die Familienbücher abschaffen und die Daten dann stattdessen digital speichern wollen. Sicherlich ist das an und für sich vielleicht nicht so schlimm, aber in Hinblick auf verschiedene bekannt gewordene Sicherheitslücken von Behörden hab ich bei dieser Sache ziemliche Bauchschmerzen. Grund für diese Massnahme ist natürlich die gute alte Kostenersparnis.

Aber schauen wir doch einmal weiter. Was passiert mit den gesammelten Daten dann? Im Moment mögen da vielleicht nur die Standesämter zugreifen dürfen, aber ist dieser Grund der Kostensenkung nicht nur ein Vorwand, um im Rahmen der Antiterrorgesetze leichter an Personendaten ranzukommen? Sollte die Kostensenkung nicht eher in anderen Sektoren gesucht werden, zum Beispiel durch Einsatz von OpenSource-Software in Behörden? Irgendwie wirkt diese ganze Sache auf mich sehr eigenartig.

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