Am Wochenende ist mir doch glatt die Kaffeetasse im Trinkansatz in der Luft hängengeblieben, als ich im Radio hörte, dass Merkel und Müntefering erst im November über eine eventuelle Hartz-IV-Erhöhung beraten wollen, da erst bis dahin Ergebnisse über die Lebenshaltungskosten vorliegen. Ich meine, das ist doch wohl ein schlechter Witz.

Einmal gegoogelt, schon hat man sehr viele Treffer. Ich wette, da werden dann irgendwelche Wirtschaftslobbyisten Experten auftreten, die dann lauthals verkünden, dass die HartzIV-Empfänger noch viel zu viel bekommen. Das Ganze natürlich mit einem Grinsen, in das man mit einem Backstein reinschlagen könnte, frei nach Douglas Adams.

Update: Wie ich gerade bei den Nachdenkseiten (Punkt 1) gelesen habe, haben sich Herr Westerwelle von der FDP und Herr Kauder von der CDU zum Thema geäussert. Natürlich ablehnend.

Begründung Westerwelle: Arbeitende Familen bekommen unter Umständen noch weniger als Hartz-IV-Empfänger.

Genau da liegt doch der Hase im Pfeffer. Ich sag nur Stichwort Mindestlohn, damit wäre das Argument aus der Welt.

Begründung Kauder: Es könne nicht bei jeder Preisschwankung über eine Erhöhung diskutiert werden.

Okay, zuerst einmal ist das Wort Preisschwankung einfach nur ein Euphemismus, eigentlich müsste es Preissteigerung heissen. Ersetzt man dieses Wort durch den Euphemismus, ist die Argumentation schon durch gesunden Verstand hinfällig.

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