Ich habe heute einen Bescheinigung über stationären Krankenhausaufenthalt erhalten, und was springt mir da im Briefkopf entgegen? Asklepios Kliniken Hamburg GmbH. Nun gut, dachte ich mir, schaust du dir mal die aufgeführten Geschäftsführer und Aufsichtsratsvorsitzenden mal genauer an, die da wären:

 Julia Kähning: Vorsitzende der Hamburger Krankenhausgesellschaft e.V. – ein Verbandsmitglied der Deutschen Krankenhausgesellschaft e.V., welche unter anderem Richtlinien zur kassenärztlichen Abrechnung festlegt.

Peter Oberreuter: Sammelte Managererfahrung bei Philips, der Fresenius AG (ein Gesundheitskonzern) und war Manager bei den Rhön-Kliniken in Leipzig, Herr Oberreuter wurde dem LBK als Geschäftsführer vorgeschlagen. Quelle hier. Interessant ist übrigens auch, dass die Rhön-Kliniken als Vorreiter der deutschen Krankenhausprivatisierungen gelten und der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach im Aufsichtsrat der Rhön-Kartells-Klinikums AG ist. Siehe dazu auch Nachdenkseiten.

Dr. Jörg Weidenhammer: Auf dieser Seite der Beraterfirma TCC stösst man auf diesen Namen, und zwar als Geschäftsführer jener Firma.

Elmar Willebrand: Auf Anhieb fündig geworden in diesem Dokument (zweiter Artikel, erste Seite). Er beschreibt kurz den Privatisierungsprozess und sagt auch, warum man Kliniken privatisieren müsse – nämlich weil 53,9% Kliniken Schulden machen (mehr als die Hälfte laut seiner Aussage), was aber andersherum heisst, dass auch etwa die Hälfte keine Schulden macht! Was gibt es da für Privatisierungsgründe?

Prof. Dr. Dieter Feddersen: Ich war mir relativ sicher, diesen Namen schonmal gehört zu haben, und nach kurzer Suche wurde ich fündig – der liebe Feddersen wurde als Aufsichtsratvorsitzender der Berliner Bankgesellschaft gefeuert, nachdem sein Name in Zusammenhang mit dem Waffenschieber Schreiber und anderen dubiosen Personen gefallen war, und so einer ist nun Aufsichtsratsvorsitzender der Asklepios-Krankenhäuser in Hamburg?

Irgendwie riecht stinkt das alles sehr merkwürdig.

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